Studenten präsentieren Ergebnisse aus dem Projekt nachhaltigen Gestaltung des demografischen Wandels in niedersächsischen Tourismusgemeinden

Die Arbeitsgruppe Angewandte Geographie und Umweltplanung der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und die Arbeitsgruppe für regionale Struktur- und Umweltforschung GmbH (ARSU) haben im Sommersemester 2017 ein Gruppenprojekt für Masterstudierende zum Thema „Nachhaltige Gestaltung des demografischen Wandels in niedersächsischen Tourismusgemeinden“ betreut. Im Rahmen des Gruppenprojektes haben die Studierenden die Möglichkeit ihr erlerntes Wissen und ihre methodischen Kenntnisse in einem konkreten Raum anzuwenden. Gleichzeitig lernen die Studierenden bereits im Rahmen ihres Studiums praxisnahe und handlungsorientierte Forschung zu betreiben.

In Anlehnung an „Wat Nu?“ bestand die Aufgabe der Studierenden darin, im Rahmen des Handlungsbausteines „Demografischen Wandel beschreiben und verstehen“ weitere Informationen zu den vier Wat Nu-Partnerkommunen zu sammeln und zu analysiert. Insgesamt beteiligten sich 22 Master-Studierende, überwiegend aus dem Studiengang Landschaftsökologie. In vier, den jeweiligen Gemeinden zugeordneten Teilgruppen haben die Studierenden die folgenden Fragestellungen bearbeitet:

  • „Welche Auswirkungen hat der demographische Wandel auf den Untersuchungsraum und wie wird dieser von den Betroffenen wahrgenommen?“
  • „Bestehen Unterschiede zwischen faktisch nachweisbaren Auswirkungen und den subjektiven Empfindungen?“
  • „Gibt es seitens der Betroffenen Vorstellungen/Lösungsstrategien, wie die Zukunft der Gemeinden aussehen sollte?“

Den Studierenden wurden bei der Auswahl der Methoden und in ihrem Vorgehen keine Auflagen gesetzt. Jede Gruppe musste damit für sich ein Forschungs- und Methodenkonzept entwickeln und sich selbst koordinieren. In regelmäßigen Plenums- und Diskussionssitzungen konnten die Studierenden ihr Vorgehen mit den anderen Gruppen und mit den Mentoren reflektieren und gegeneinander abstimmen.

Die einzelnen Gruppen haben sich dabei auf das folgende Vorgehen geeinigt:

  • Bestandanalyse und Hypothesen: Im ersten Schritt haben sich die Studierenden mit Hilfe von Recherchen Datengrundlagen erarbeitet und die Kommunen „auf dem Papier“ kennengelernt. Aufbauend auf der Auswertung der Datengrundlagen, haben sie zentrale Hypothesen zum demografischen Wandel in den jeweiligen Kommunen abgeleitet.
  • Überprüfung der Hypothesen: Anschließend wurden diese Hypothesen mit Hilfe unterschiedlicher Befragungsmethoden durch die Studierenden überprüft. Einerseits konnten so Anhaltspunkte gewonnen werden, ob sich die Hypothesen wiederlegen oder bestätigen. Andererseits konnten die Studierenden ein tieferes Verständnis von den Problemfeldern bekommen, das sich aus den Daten nicht ableiten lässt.
  • Dokumentation und Präsentation der Projekte: Schließlich sollten die Studierenden ihre Projekte dokumentieren und für die Öffentlichkeit aufarbeiten. Neben dem klassischen Bericht, sind dabei Ergebnis- und Projektposter sowie ein Podcast und ein Film entstanden.

Am 18. Oktober 2017 organisierte die Universität einen Rahmen indem die Gruppenprojekte ihre Ergebnisse vorstellen konnten. Neben den Universitätsangehörigen und den Betreuern saßen bei den Zuhörern Kisten Zander (Gemeinde Wangerland), Manfred Vollmer (Wattenmeer-Forum), Frank Ahlhorn (Küste & Raum). Die Studierenden haben interessante Ergebnisse im Hinblick auf die Gemeinden zusammengetragen.

Die Abschlusspräsentation der Studierenden finden Sie hier

Den Filmbeitrag der Gruppe Spiekeroog finden Sie hier

Den Abschlussbericht der Gruppe Norden finden Sie hier

Den Abschlussbericht der Gruppe Wangerland finden Sie hier

Der Podcast steht demnächst zur Verfügung.